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Messer - Geschäftsbericht 2008

Special: 44 Jahre Wirtschaftsgeschichte
Zur Wärmebehandlung von Turbinenoberflächen liefert Messer hochreine Gase. Foto: Siemens
Zur Wärmebehandlung von Turbinenoberflächen liefert Messer hochreine Gase. Foto: Siemens

 
Stickstoff sorgt bei der Produktion von Klebestreifen für die Inertisierung von Lösungsmittelbehältern, Reaktoren und Behandlungsbecken.
Stickstoff sorgt bei der Produktion von Klebestreifen für die Inertisierung von Lösungsmittelbehältern, Reaktoren und Behandlungsbecken.

 
Mit dem Kaltdehnverfahren, wie hier bei Fecne in Rumänien, werden Teile so heruntergekühlt, dass sie passgenau eingebaut werden können.
Mit dem Kaltdehnverfahren, wie hier bei Fecne in Rumänien, werden Teile so heruntergekühlt, dass sie passgenau eingebaut werden können.

 
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Industrie, Produktion und Fertigung

Messer bietet eine enorme Vielfalt von Gasen und Anwendungsmöglichkeiten. Doch sie alle verfolgen dieselben Ziele: Produktionen zu optimieren, Produktqualität zu verbessern, die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen und die Umwelt zu entlasten.

China: Hochreine Gase für Siemens

In den nächsten Jahren soll in der Volksrepublik China eine Vielzahl von neuen Kraftwerken entstehen – eine Entwicklung, an der auch das deutsche Unternehmen Siemens teilnimmt. Hoch spezialisierte Gasturbinen stellt Siemens künftig direkt in China her, denn der Konzern hat in der Region Shanghai ein neues Produktionswerk errichtet. Hier werden in der Oberflächenbehandlung und bei weiteren verschiedenen Wärmebehandlungsprozessen hochreine Gase von Messer eingesetzt. Seit 2008 liefert Messer Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Argon. Die thermisch hoch belasteten Turbinenschaufeln müssen durch spezielle Metall- und Keramikbeschichtungen vor Temperatur und Verschleiß geschützt werden. Die dazu eingesetzten Beschichtungsverfahren erfordern technische Gase in hoher Reinheit. Neben der Beschichtung von Bauteilen sind die Wärmebehandlung in Hochtemperatur-Vakuumöfen und das Laserbohren von Kühlluftbohrungen in Turbinenschaufeln weitere höchst anspruchsvolle Fertigungstechnologien im neuen Siemens-Werk in Shanghai.

Italien: Mit Messer klebt es besser

NAR S.p.A. im italienischen Padua ist spezialisiert auf die Produktion von Klebeband mit Acrylkleber auf Wasserbasis. Dabei wird Stickstoff zur Inertisierung von Lösungsmittelbehältern, Reaktoren und Behandlungsbecken eingesetzt. Zusätzlich verarbeitet NAR Naturkautschuk. Dieser wird nach der Polymerisation zu einem Film gepresst und anschließend in einer Schneidmühle gemahlen. Hier entstehen hohe Temperaturen, die durch flüssigen Stickstoff von Messer reduziert werden.

Polen: Aluminium mit Incal verarbeiten

Eurometall in Polen unterschrieb einen Liefervertrag über 300.000 Kilogramm LIN pro Jahr für das Aluminium-Strangpressen. Dafür erhielt das Unternehmen die neueste Ausführung einer Incal-Anlage von Messer. Dieser Anlagentyp lässt sich durch die Auswertung von Prozessdaten der Strangpressanlage besonders gezielt steuern. Die passende Software lieferte der Kooperationspartner Uno Informatica. Auf der „Aluminium 2008“ in Essen, Deutschland, präsentierte Messer das Incal-Verfahren auf dem Messestand von Uno Informatica.

Rumänien: Passgenau geschrumpft

Fecne ist einer der wichtigsten Hersteller von Druckbehältern und -apparaten in Rumänien. Zum Einpassen von Ersatzteilen in Werft-Kräne nutzte Fecne erstmals das Kaltdehn-Verfahren von Messer. In minus 196 Grad Celsius kaltem flüssigem Stickstoff kühlt das Ersatzteil und schrumpft, so dass es passgenau eingebaut werden kann. Um vier Ersatzteile zu kühlen, wurden 1.450 Kubikmeter flüssiger Stickstoff benötigt.


 

© Messer Group GmbH