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Messer - Geschäftsbericht 2008

Special: 44 Jahre Wirtschaftsgeschichte
Gigantisch: Tag für Tag reinigt das Wasserwerk von Changsha, China, bis zu 100.000 Tonnen Wasser.
Gigantisch: Tag für Tag reinigt das Wasserwerk von Changsha, China, bis zu 100.000 Tonnen Wasser.

 
Die Reinigung von Abwasser unterliegt strengen Kontrollen. Gase von Messer helfen dabei, die vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten.
Die Reinigung von Abwasser unterliegt strengen Kontrollen. Gase von Messer helfen dabei, die vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten.

 

Umwelt

Umweltschutz ist für Messer mehr als ein Wort. Das zeigt sich auch daran, dass viele der Gaseanwendungen neben wirtschaftlichem Nutzen auch einen aktiven Beitrag zur Schonung unserer Umwelt leisten.

China: Sauerstoff für die Aufbereitung von Trinkwasser

Seit August 2008 nutzt das Wasserwerk von Changsha in Chinas südlicher Provinz Hunan Sauerstoff für die Reinigung von Trinkwasser. Der Sauerstoff wird zur Ozon-Herstellung in einem Ozon-Generator verwendet. Ozon befreit Wasser effektiv von organischen und anorganischen Stoffen wie Eisen und Mangan. Außerdem ist es als starkes Oxidationsmittel und Antiseptikum in der Lage, durch organische Stoffe erzeugte Gerüche und Verfärbungen im Wasser zu beseitigen. Ozon steigert die Flockung im Wasser, verbessert damit die Abbaubarkeit der organischen Schadstoffe und hilft, gring dosiert, bei der schnellen Entkeimung. Dabei produziert Ozon keine Abfallprodukte, wie sie bei der Desinfektion mit Halogenen (beispielsweise Chlor) anfallen. Neben der Belieferung mit Gas bietet Messer in China auch Unterstützung bei Konstruktion, Betrieb und Instandhaltung von Gasanlagen an. Zurzeit bereitet das Wasserwerk bis zu 100.000 Tonnen Wasser pro Tag auf, was einem Verbrauch von 1.400.000 Kubikmetern flüssigen Sauerstoffs pro Jahr entspricht.

Rumänien: Stickstoff und Argon für Pirelli

In den kommenden sechs Jahren soll sich bei Pirelli Rumänien, einer Tochter von Pirelli & C. Ambiente Eco Technology, die Produktion von Rußfiltern für Autos verdreifachen. Hintergrund ist, dass die Europäische Union die Emissionsregelungen für Feinstaub in Ballungsgebieten noch weiter verstärken wird. Messer liefert für den neuen Standort Bumbesti, in den Pirelli rund 20 Millionen Euro investiert, zunächst 2,300.000 Kubikmeter Stickstoff und 800.000 Kubikmeter Argon jährlich.

Schweiz: Eternit Payerne

Bei der Produktion von Faserzement fallen bei der Firma Eternit (Schweiz) AG nennenswerte Abwassermengen an, die im Werk vorbehandelt werden müssen, bevor sie in die Abwasserreinigungsanlage fließen. Das mit Zement verunreinigte Produktionsabwasser – vorwiegend Waschwasser – hat einen extrem basischen pH-Wert, der im Wochenverlauf zwischen 12,2 und 13,2 schwankt. Bisher neutralisierten die beiden Schweizer Werke ihr Abwasser, in dem Heizöl verbrannt und das Abgas ins Wasser eingeleitet wurde. Die Anlage im Werk Niederurnen arbeitet inzwischen mit CO2 aus einer Flüssigversorgung. Die benötigte Jahresmenge beträgt ca. 100 Tonnen. Mit Eternit Payerne wird nun auch das zweite Werk in der Schweiz auf flüssiges CO2 umgerüstet. Die Jahresmenge für das Werk Payerne beträgt ca. 30 bis 40 Tonnen.

Tschechische Republik: Abwasser in der Stahlindustrie

Der weltgrößte Stahlproduzent ArcelorMittal Steel setzt am Standort Ostrava im Nordosten der Tschechischen Republik auf Kohlensäure zur Neutralisation seines Abwassers. Nach zwei Versuchsabschnitten, Ende 2007 bzw. Anfang 2008, hat ArcelorMittal Messer Technogas mit der Lieferung der erforderlichen Hardware sowie mit der Gase-Versorgung von 400 Tonnen CO2 pro Jahr beauftragt. Hauptaugenmerk der ausführlichen Versuchsphase lag auf der zuverlässigen Entfernung diverser Schwermetalle aus dem Abwasser. Das Abwasser, das hauptsächlich von den Hochöfen, Sinteranlagen sowie aus der Schlackekühlung am Standort stammt, wird in der Kläranlage nachgereinigt. Durch den Einsatz von CO2 verringert sich der Verbrauch des bislang eingesetzten sauren Fällmittels Eisensulfat deutlich. Entsprechend haben sich die anfallenden Schlammmengen der Kläranlage verringert, was eine zusätzliche Kosteneinsparung bedeutet.

Ungarn: Neuer Ozon-Generator für reines Wasser

Die Einwohner von Debrecen, der zweitgrößten Stadt Ungarns, sollen reineres Trinkwasser bekommen. Aus diesem Anlass installierte Messer Hungarogáz im städtischen Wasserwerk im Juli 2008 einen neuen Ozon-Generator und liefert für dessen Betrieb 100.000 Kubikmeter Sauerstoff jährlich. Bislang wurde das Ozon in Debrecen auf Basis von Luft produziert. Mit dem neuen Generator wird Ozon aus reinem Sauerstoff hergestellt, was dank der Ozon-Sauerstoff-Mischung Kostenvorteile mit sich bringt.


 

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