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Messer - Geschäftsbericht 2008

Special: 44 Jahre Wirtschaftsgeschichte
Für ihre Forschungen, die dazu beitragen, die Wirksamkeit von Arzneien zu steigern, erhielt Dr. Christina Thiele den Wissenschaftspreis der Adolf-Messer-Stiftung.
Für ihre Forschungen, die dazu beitragen, die Wirksamkeit von Arzneien zu steigern, erhielt Dr. Christina Thiele den Wissenschaftspreis der Adolf-Messer-Stiftung.

 
Die chinesischen Messer Gesellschaften, ihre Mitarbeiter und die Dr. Hans Messer Sozialstiftung unterstützten die Opfer der Erdbebenkatastrophe in China beim Wiederaufbau von zerstörten Häusern und Schulen.
Die chinesischen Messer Gesellschaften, ihre Mitarbeiter und die Dr. Hans Messer Sozialstiftung unterstützten die Opfer der Erdbebenkatastrophe in China beim Wiederaufbau von zerstörten Häusern und Schulen.

 
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Stiftungen

Der Name Messer steht seit Generationen für soziales Unternehmertum. Das beweisen auch die von der Familie Messer ins Leben gerufenen Stiftungen. Die Adolf Messer Stiftung unterstützt in erster Linie Ausbildung und Wissenschaft. Die Dr. Hans Messer Sozialstiftung hilft mit Spenden unschuldig in Not geratenen Menschen weltweit. Ihre Einnahmequellen stammen aus Erträgen des Stiftungskapitals und aus Spenden.

Hilfe für die Opfer des Erdbebens in China

Am 12. Mai 2008 erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 8,0 die im Südwesten Chinas gelegene Provinz Sichuan. Das Epizentrum befand sich 80 Kilometer nordwestlich von Chengdu, der Hauptstadt von Sichuan. Dort sind die beiden Messer Firmen Sichuan Messer (SiMG) und Chengdu Chenggang Messer (CMG) ansässig. An den Anlagen entstanden zwar keine Sachschäden, aus Sicherheitsgründen wurden unsere sechs Luftzerleger aber vorübergehend stillgelegt. Etwa zwölf Stunden nach dem Beben nahm Messer die erste Luftzerlegungsanlage wieder in Betrieb. Die Mitarbeiter von Messer produzierten und verteilten ein Maximum an medizinischem Sauerstoff für die Behandlung der Opfer. Die elf chinesischen Messer Gesellschaften, ihre 1.200 Mitarbeiter sowie die Dr. Hans Messer Sozialstiftung unterstützten Familien der Kolleginnen und Kollegen beim Wiederaufbau der zerstörten Häuser und Schulen mit insgesamt rund 250.000 Euro.

Malteser-Migranten-Medizin (MMM)

Die Deutsche Malteser gemeinnützige GmbH bieten in einem Krankenhaus in Frankfurt einmal wöchentlich eine kostenlose medizinische Betreuung für Menschen ohne Krankenversicherung an. Eine Ärztin sowie Pflegepersonal arbeiten ehrenamtlich mit den obdachlosen oder sich illegal in Deutschland aufhaltenden Menschen. Die Dr. Hans Messer Sozialstiftung hat Mittel zur Beschaffung von medizinischem Gerät bereit gestellt.

Transportmittel für „Praunheimer Werkstätten“

Für das Behindertenwohnheim der Praunheimer Werkstätten in Frankfurt wurde ein Rollstuhlfahrerbus angeschafft. Die Übergabe des Fahrzeuges erfolgte am 15. April 2009 in Frankfurt am Main.

Verleihung des Adolf-Messer-Preises

Der mit 50.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis der Adolf-Messer-Stiftung ging 2008 an die 33 Jahre alte Chemikerin Dr. Christina Thiele. Sie forscht an der Technischen Universität Darmstadt – der Hochschule, an der Adolf Messer Maschinenbau studierte. Christina Thiele erhält das Preisgeld für Forschungen zur „Strukturbestimmung organischer Verbindungen mit residualen dipolaren Kopplungen“. Hintergrund: Das Wissen um bestehende Molekularstrukturen ermöglicht oft erst deren Verbesserung. Auf diese Weise können Materialien oder Katalysatoren optimiert werden – so lässt sich die Wirksamkeit von Arzneien steigern. Christina Thieles Ergebnisse sind also weit mehr als bloße Basisforschung. Sie helfen bei der Entwicklung neuer Wirk- und Werkstoffe. Zum Andenken an Senator Dr. Adolf Messer, der am 6. April 1978 100 Jahre alt geworden wäre, gründete die Familie Messer 1978 die Adolf-Messer-Stiftung. Die Stiftung prämiert seit 1994 auch jährlich einen Wissenschaftler der Frankfurter Goethe-Universität.

Vergabe des Hans-Messer-Preises

Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main zeichnete im Februar 2009 zwei Studenten mit dem mit 6.000 Euro dotierten Hans-Messer-Preis 2008 aus. Die Auszeichnung würdigt hervorragende Studienleistungen von Absolventen der Fachhochschule Frankfurt, wobei auch Praxisrelevanz der Abschlussarbeit und Studiendauer berücksichtigt werden. Den diesjährigen Preis teilten sich Larissa Bichert und Adam Busch. Diplom-Wirtschaftjuristin (FH) Larissa Bichert behandelte in ihrer Wirtschaftsrecht-Diplomarbeit die „Marken- und Produktpiraterie in China“. Für viele Betroffene gilt China als Produktfälscher-Paradies. Nach Analyse der chinesischen Gesetze kommt Larissa Bichert zum Schluss, dass das „gesamte Regelungswerk überwiegend“ zwar westlichen Standards entspricht. Doch diese Vorschriften würden mangelhaft durchgesetzt. Die Juristin schlägt Maßnahmen zum Schutz geistigen Eigentums vor, unter anderem engere länderübergreifende Behörden-Kooperationen. Diplom-Ingenieur (FH) Adam Busch befasste sich in seiner Maschinenbau-Diplomarbeit mit dem „Erstellen einer generischen Testspezifikation für Türpaneele“. Die Industriearbeit entstand zusammen mit der Firma Schindler Aufzüge AG, Ebikon, Schweiz. Die Schwerpunkte lagen in der Planung, Durchführung und Auswertung experimenteller Versuche, im Einsatz von Berechnungen nach bestimmten Methoden und der Definition einer Prüfvorschrift.


 

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